Man hat eine Schlauchbox, alles ist ordentlich verstaut, der Schlauch läuft durch den seitlichen Anschluss nach draußen – und irgendwann steht eine Pfütze unter der Box oder es tropft aus der Box heraus, obwohl man gerade gar nicht gießt. Die naheliegende Frage: Ist die Box selbst undicht, oder ist es der Schlauch darin?
Die Antwort ist meistens einer von drei Fällen, und die lassen sich ohne großen Aufwand unterscheiden.
Fall 1: Es tropft aus dem Wanddurchführungsanschluss der Box
Die meisten Schlauchboxen haben einen festen Einlassstutzen, durch den der Schlauch nach außen geführt wird und der gleichzeitig als Wasseranschluss zur Wasserzufuhr dient. An genau dieser Stelle sitzt eine Dichtung – und wenn die undicht ist, tropft es direkt aus dem Anschlusspunkt der Box, nicht aus dem Schlauch selbst.
Das ist kein Fehler des Schlauchs, sondern der Box. Oder genauer: der Dichtung an der Anschlussstelle. Manche Schlauchboxen haben dort eine Gummidichtung, die mit der Zeit ermüdet. Je nach Boxmodell lässt sie sich ersetzen – bei günstigen Modellen ist das aber oft nicht vorgesehen, weil die Anschlüsse vergossen oder fest verbunden sind.
Wenn das Tropfen genau am Anschluss der Box zum Außenwasserhahn sitzt, gelten dieselben Regeln wie bei jeder anderen Gewindeverbindung: Dichtung prüfen, Gewindedichtband verwenden.
Fall 2: Der Schlauch in der Box ist undicht
Das passiert häufiger als man denkt – und ist leichter zu übersehen, weil der Schaden im Inneren der Box liegt und das Wasser sich dort sammelt, bevor es irgendwann aus der Box herausläuft oder unten austritt.
Wenn der Schlauch in der Box an einer Stelle porös ist, eine undichte Verbindung hat oder an der Aufrollstelle einen Riss entwickelt hat, sammelt sich das Wasser einfach im Boxboden. Von außen sieht man nichts – bis die Box überläuft oder man sie öffnet und den Boden nass vorfindet.
Lösung: Box öffnen, Schlauch unter Druck setzen und innen absuchen. Feuchte Stellen am Schlauch innen sind der Hinweis. Die Reparatur des Schlauchs selbst unterscheidet sich dann nicht von einer normalen Schlauchflickung – Reparaturklemme, Verbinder einsetzen oder beschädigtes Ende abschneiden.
Fall 3: Kondenswasser oder Restwasser
Manchmal ist es gar kein Leck. Wenn die Box nach dem Gießen Feuchtigkeit am Boden zeigt, kann das schlicht Restwasser sein, das aus dem Schlauch nachgelaufen ist. Gartenschläuche entleeren sich nicht vollständig von selbst – je nach Verlegung bleibt immer etwas Wasser im Schlauch, das sich langsam herausdrückt.
Auch Kondenswasser ist möglich: Wenn ein kalter Schlauch in einer warmen Box liegt und feuchte Außenluft dazukommt, kann sich auf der Schlauchaußenfläche Kondensat bilden. Das ist kein Leck und kein Problem.
Wie man den Unterschied erkennt: Restwasser tritt nur kurz nach dem Gießen auf und hört von selbst auf. Ein echtes Leck bleibt nass, auch wenn der Hahn längst abgedreht ist.
Schlauchboxen und Lagerungsqualität
Ein Punkt, der selten erwähnt wird: Schlauchboxen mit sehr engem Aufrolldurchmesser – also solche, bei denen der Schlauch in sehr kleinen Schlaufen aufgespult wird – begünstigen Knickstellen und Materialermüdung. Der Schlauch wird bei jedem Auf- und Abspulen an denselben Stellen gebogen. Über mehrere Saisons entstehen dort bevorzugt die ersten Risse.
Wer regelmäßig Probleme mit einem Schlauch hat, der in einer Box verwendet wird, sollte prüfen, ob der Kerndurchmesser der Box für den Schlauchdurchmesser wirklich geeignet ist. Ein zu enger Kern ist nicht besser als falsch aufgerollt – er beansprucht das Material genauso.
Ansonsten gilt: Eine Schlauchbox ist kein Frostschutz. Im Winter sollte der Schlauch herausgenommen und separat frostfrei gelagert werden – die Box selbst schützt ihn nicht vor Temperaturen unter null.
